🔭 Vier versteckte Weiße Zwerge in Sonnennähe entdeckt

Bleiben Sie immer informiert: Folgen Sie uns auf Google (klicken Sie auf ☆)

Vier Weiße Zwerge, die lange Zeit von helleren Sternen verdeckt wurden, wurden nun in der Nachbarschaft der Sonne identifiziert. Diese toten Gestirne befinden sich weniger als 65 Lichtjahre von der Erde entfernt, eine im galaktischen Maßstab geringe Distanz.

Ein Weißer Zwerg ist der kompakte Kern, den ein sonnenähnlicher Stern nach seinem Lebensende hinterlässt. Er konzentriert eine große Menge Materie in einem Volumen, das dem der Erde ähnelt. Trotz seiner Dichte ist er aufgrund seiner geringen Leuchtkraft schwer zu beobachten.

Die vier Objekte gehören zu Doppelsternsystemen. Sie umkreisen Rote Zwerge, kleinere Sterne, die jedoch hell genug sind, um ihren Begleiter zu überstrahlen. Bisher beobachteten die Astronomen vor allem die sichtbaren Sterne dieser Paare.

Erste Hinweise ergaben sich aus ungewöhnlichen Bewegungen der Roten Zwerge. Ihre Geschwindigkeit variierte leicht unter dem gravitativen Einfluss eines unsichtbaren Objekts. Diese Oszillationen lieferten den indirekten Beweis für die Anwesenheit eines kompakten Begleiters.

Die Forscher nutzten anschließend das Hubble-Weltraumteleskop im ultravioletten Bereich. Dieser Teil des Spektrums ermöglicht es, einen heißen Weißen Zwerg besser vom sichtbaren Licht seines roten Begleiters zu unterscheiden. Die Beobachtungen bestätigten die Natur der vier Objekte.

Eines der Systeme befindet sich etwa 25 Lichtjahre entfernt. Sein Weißer Zwerg zählt nun zu den der Sonne am nächsten bekannten. Diese Nähe bietet eine Gelegenheit, die Entwicklung von Doppelsternpaaren präzise zu untersuchen.

Die Entdeckung zeigt auch, dass die Erfassung unserer galaktischen Nachbarschaft noch unvollständig ist. Weiße Zwerge sind besonders leicht zu übersehen, wenn sie aktive oder helle Sterne umkreisen. Weitere Systeme könnten daher verborgen sein.

Die Astronomen werden nun diese Paare mit Modellen der Sternentwicklung vergleichen. Ihr Ziel ist es unter anderem zu verstehen, wie die beiden Sterne Materie ausgetauscht haben und wie sich ihre Umlaufbahnen entwickelt haben. Diese Informationen werden dazu beitragen, die Population naher Weißer Zwerge besser abzuschätzen.