🦴 Arthrose durch eine einfache Injektion heilbar?

Veröffentlicht von Adrien,
Quelle: Nature Communications
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Ein Protein, das natürlicherweise in unseren Gelenken vorkommt, könnte sich als Verbündeter gegen Arthrose erweisen. Südkoreanische Forscher haben nämlich entdeckt, dass hohe Konzentrationen dieses Proteins namens SHP den Knorpel schützen, während sein Rückgang den Gelenkabbau beschleunigt.

Derzeit sind Millionen von Menschen von Arthrose betroffen, und die gängigen Behandlungen beschränken sich oft auf die Schmerzlinderung. Ein Team des Forschungsinstituts für Biowissenschaften und Biotechnologie (KRIBB) hat jedoch einen neuen Mechanismus des natürlichen Schutzes aufgedeckt, der die Situation verändern könnte.


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Die Analyse von Knorpelgewebe von Arthrose-Patienten ergab, dass das SHP-Protein in geschädigten Gelenken deutlich weniger vorhanden ist. Versuche an Mäusen bestätigten, dass jene ohne SHP stärkere Schmerzen und einen schnelleren Knorpelabbau entwickeln.

Die schützende Rolle von SHP erfolgt durch die Hemmung von zwei Enzymen, MMP-3 und MMP-13, die den Knorpel zerstören. Indem SHP den IKKβ/NF-κB-Signalweg kontrolliert, verhindert es, dass diese Enzyme Schaden anrichten, und bewahrt so die Struktur des Gewebes.

Die Gentherapie ermöglichte es, das SHP-Protein in den Gelenken bereits erkrankter Mäuse wiederherzustellen. Eine einzige Injektion reduzierte die Knorpelschäden und linderte die Schmerzen, was den Weg für eine potenziell dauerhafte Behandlung ebnet.

Diese Entdeckung deutet darauf hin, dass eine Erhöhung der SHP-Spiegel das Fortschreiten der Arthrose verlangsamen oder sogar stoppen könnte. Die Forscher planen nun zu untersuchen, ob dieser Ansatz auf den Menschen übertragbar ist und somit eine Alternative zu einfachen Schmerzmitteln bietet.