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🌊 Der Beweis eines marsianischen Ozeans, der ein Drittel des Planeten bedeckte?
Veröffentlicht von Adrien, Quelle:Nature Andere Sprachen: FR, EN, ES, PT
Eine geologische Struktur auf dem Mars könnte auf einen Ozean hindeuten, der ein Drittel des Roten Planeten bedeckt hat. Dieser unerwartete Fund verändert unser Verständnis der Geschichte des Mars.
Frühere Forschungen stießen auf ein Hindernis: Die beobachteten Küstenlinien befanden sich in unterschiedlichen Höhenlagen, was der Idee eines stabilen Ozeans widerspricht. Die Wissenschaftler änderten daher ihre Strategie: Anstatt nach Stränden zu suchen, identifizierten sie Kontinentalschelfe, ähnlich denen, die die Ozeane auf der Erde säumen.
Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech
Um sich das Aussehen eines verschwundenen Ozeans vorzustellen, haben die Forscher die irdischen Ozeane mithilfe von Simulationen virtuell trockengelegt. Sie beobachteten, dass die Küstenebenen und Kontinentalschelfe – diese flachen, niedrigen Landstreifen – auch dann stabil bleiben, wenn der Meeresspiegel schwankt. Diese Formationen sind daher zuverlässige Marker für alte Ozeane.
Durch die Anwendung dieser Logik auf den Mars identifizierte das Team eine flache Zone in der nördlichen Hemisphäre. Diese Zone hat die Form eines Kontinentalschelfs und deutet darauf hin, dass ein Ozean über Millionen von Jahren ein Drittel des Planeten bedeckt hat.
Dieser Schelf ist umso bemerkenswerter, als die marsianischen Flussdeltas perfekt mit ihm ausgerichtet sind, wie auf der Erde. Wenn es Leben auf dem Mars gegeben hat, könnten die dortigen Sedimente Spuren davon bewahren, ähnlich wie irdische Fossilien.
Eine Frage bleibt unbeantwortet: Wie hat sich dieser Schelf gebildet? Selbst auf der Erde sind sich die Wissenschaftler über den genauen Mechanismus nicht sicher. Zukünftige Marsmissionen könnten diese Gesteine analysieren und vielleicht das Phänomen des flüssigen Wassers auf dem Roten Planeten verstehen.
Wie bilden sich Kontinentalschelfe auf der Erde?
Kontinentalschelfe sind flache, flache Zonen, die die Kontinente unter dem Meer säumen. Ihre Entstehung hängt mit der Erosion von Gestein und der Ablagerung von Sedimenten zusammen, die von Flüssen und Wellen herangetragen werden. Sie erstrecken sich manchmal über Hunderte von Kilometern, bevor sie in die Tiefsee abtauchen.
Diese Schelfe sind über lange geologische Zeiträume stabil, im Gegensatz zu Küstenlinien, die sich mit den Eiszeitzyklen verändern. Ihre relative Höhe bleibt konstant, was sie zu hervorragenden Indikatoren macht, um alte Ozeane zu erkennen, selbst wenn diese seit Millionen von Jahren verschwunden sind.
Auf der Erde beherbergen sie eine große Artenvielfalt und sind reich an Ressourcen wie Erdöl. Ihre Untersuchung ermöglicht es, die Geschichte der Meeresspiegel und die Bewegungen der tektonischen Platten zu verstehen, aber ihr genauer Ursprung wird unter Geologen noch diskutiert.
Was ist die Hypothese des borealen Ozeans auf dem Mars?
Die Idee eines Ozeans in der nördlichen Hemisphäre des Mars, genannt borealer Ozean, kursiert seit den 1980er Jahren. Die Bilder der Sonden zeigen tiefe, flache Gelände, die alte Meeresböden sein könnten. Aber die Beweise blieben indirekt, da die Küstenlinien nicht auf derselben Höhe lagen.
Diese neue Studie liefert ein starkes Argument, indem sie einen typischen Kontinentalschelf identifiziert, was darauf hindeutet, dass der Ozean über einen sehr langen Zeitraum stabil war. Dies lässt hoffen, dass sich organische Sedimente dort angesammelt haben könnten, die mögliche Lebensspuren bewahren.
Wenn dieser Ozean existiert hat, hätte er das marsianische Klima verändert. Wasser moduliert den Kohlenstoffkreislauf und könnte wärmere Perioden ermöglicht haben. Sein Verschwinden zu verstehen, wird helfen zu erklären, warum der Mars zu einer eisigen Wüste wurde.