💭 Unsere Träume: eine Mischung aus dem, was wir erleben, und unserer Denkweise

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Unsere Träume geben die Ereignisse des Tages nicht einfach wieder. Sie vermischen das, was wir gerade erlebt haben, ältere Erinnerungen, unsere Gefühle und bestimmte persönliche Gewohnheiten.

Eine Studie mit mehreren tausend Berichten zeigt, dass zwei Menschen sehr unterschiedlich träumen können, selbst wenn sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Der Inhalt hängt also vom jüngsten Erleben ab, aber auch von der gewohnten Art zu denken, sich etwas vorzustellen oder zu reagieren.

Pexels-Illustrationsbild

Die Forscher untersuchten 3.366 Berichte von 207 Erwachsenen aus den Jahren 2020 bis 2024. Die Teilnehmer beschrieben ihre Träume, aber auch bestimmte Erlebnisse im Wachzustand. Zudem füllten sie Fragebögen zu ihrem Schlaf, ihrer Persönlichkeit und ihrer mentalen Funktionsweise aus.

Das Team verglich anschließend die Texte. Es suchte nach einfachen Elementen wie dem Vorkommen von Emotionen, Figuren, Orten oder ungewöhnlichen Ereignissen. Computergestützte Werkzeuge halfen bei der Einordnung der Berichte, anschließend überprüften die Forscher die Tendenzen mit statistischen Analysen.

Die Träume unterschieden sich deutlich von Erinnerungen, die im Wachzustand erzählt wurden. Sie enthielten mehr Bilder, Ortswechsel, Figuren und seltsame Situationen. Dagegen kamen logische Erklärungen oder detaillierte Überlegungen seltener vor.

Die jüngsten Ereignisse beeinflussten durchaus den Inhalt. Die Lockdown-Phasen zum Beispiel veränderten einige berichtete Themen. Dennoch gaben die Träume die Realität nicht getreu wieder. Das Gehirn schien vertraute Elemente aufzugreifen und sie dann in neue oder zusammenhanglose Szenen zu mischen.

Auch zwischen den Teilnehmern zeigten sich regelmäßige Unterschiede. Menschen, die oft mit ihren Gedanken abschweiften, erzählten wechselhaftere und weniger strukturierte Träume. Wer seinen Träumen große Bedeutung beimaß, beschrieb in der Regel reichhaltigere und detailliertere Berichte.

Diese Ergebnisse zeigen nur statistische Zusammenhänge. Sie erlauben nicht vorherzusagen, was eine Person träumen wird. Sie beweisen auch nicht, dass die Persönlichkeit den Inhalt der Träume direkt bestimmt.

Die Studie stützt sich schließlich auf Erinnerungen, die nach dem Aufwachen erzählt wurden. Manche Details können daher vergessen oder verändert sein. Die Forscher möchten diese Berichte nun mit Messungen der Gehirnaktivität während des Schlafs vergleichen, um besser zu verstehen, wie die Szenen entstehen.