🔶 Curiosity entdeckt eine weite Fläche aus Polygonen auf dem Mars

Bleiben Sie immer informiert: Folgen Sie uns auf Google (klicken Sie auf ☆)

Curiosity hat auf dem Mars eine Landschaft entdeckt, die von kleinen polygonalen Rissen bedeckt ist und an eine riesige Bienenwabe erinnert.

Strukturen dieser Art sind in der Regel Risse in getrocknetem Schlamm, doch mehrere Mechanismen können sie erzeugen. Die Messungen des Rovers müssen daher klären, ob dieses neue Feld tatsächlich die Spur früherer feuchter Episoden bewahrt.

Eine Nahaufnahme der polygonalen Risse, die der NASA-Rover Curiosity auf dem Mars entdeckt hat.
NASA/JPL-Caltech/MSSS

Der Rover stieß auf diese Formen, als er ein Tal am Mount Sharp namens Valle Grande hinaufstieg. Jedes Polygon ist etwa 4 bis 8 Zentimeter breit. Curiosity hatte bereits ähnliche kleine Gebiete beobachtet, aber noch nie eine so ausgedehnte Fläche: Die Muster setzen sich in alle sichtbaren Richtungen fort und steigen sogar die Hänge eines nahe gelegenen Hügels hinauf.

Polygonale Risse können auftreten, wenn feuchter Schlamm beim Trocknen schrumpft, und später möglicherweise bei erneuten Befeuchtungszyklen auftreten. Allerdings können auch Hitze und Kälte ein Gestein rissig machen. Eine weitere Möglichkeit ist die Kompression eines vergrabenen Sediments, das sein Wasser auspresst.

Der geologische Kontext macht diese Untersuchung besonders interessant. Vor Milliarden von Jahren nahmen Seen und Flüsse die unteren Ausläufer des Mount Sharp ein, den Curiosity seit 2014 erklimmt. Der Rover hat dort chemische Spuren dieser wässrigen Geschichte gefunden sowie kohlenstoffhaltige Moleküle, die der Bildung von RNA und DNA vorausgegangen sein könnten.

Diese Moleküle sind jedoch kein Beweis für Leben auf dem Mars. Geologische Prozesse können dieselben Verbindungen hervorbringen, und ein biologischer Ursprung wurde nicht nachgewiesen. Sie zeigen nur, dass der alte Mars Wasser, Nährstoffe und eine Chemie bot, die mit einer für Mikroben bewohnbaren Umgebung vereinbar war.

Curiosity, der im August 2012 auf dem Mars ankam, setzt damit eher eine langfristige Suche fort, als direkt nach Organismen zu suchen. Das neue Polygonfeld bietet einen weiteren Ort, um die Chemie, die Textur und die Stratigraphie der Gesteine zu vergleichen.

MO
Moka13

Es sieht wirklich aus wie getrockneter Schlamm... aber auf dem Mars kann das täuschen.