Abfälle aus früheren europäischen Kohleaktivitäten enthalten seltene Erden. Eine in Scientific Reports veröffentlichte Studie analysierte vier Proben aus Spanien, Polen und Slowenien: Die Ergebnisse zeigen ein reales mineralisches Potenzial, aber es gibt ein Problem... vorerst.
Seltene Erden umfassen mehrere Elemente, die in Magneten, der Elektronik und bestimmten Energietechnologien verwendet werden. Ihre Gesamtkonzentration variierte je nach Probe zwischen 159,72 und 221,89 Teilen pro Million. Ein Teil pro Million entspricht hier etwa einem Gramm Material pro Tonne Abfall.

Ein Stück Kohle vor einem Kohlekraftwerk.
Bild Wikimedia
Die reichste Probe stammte vom spanischen Standort La Matona mit 221,89 Teilen pro Million. Die Forscher wählten sie daher für weitere Versuche aus: Sie versuchten, die seltenen Erden mit energiearmen Methoden wie Schwerkraft, Magnetismus, statischer Elektrizität oder Flotation anzureichern.
Diese physikalischen Methoden führten leider nur zu einer vernachlässigbaren Anreicherung. Die seltenen Erden waren nicht in einer leicht abtrennbaren Fraktion konzentriert. Die Analysen zeigen, dass sie in Form seltener und sehr feiner Mineralphasen auftreten, die eng mit Quarz sowie aluminium- und siliziumreichen Mineralien vermischt sind.
Das Team testete außerdem mehrere chemische Lösungen, um die gesuchten Elemente herauszulösen. Wasser und Essigsäure, die Hauptsäure von Essig, erwiesen sich auch hier als wirkungslos. Auf 60 °C erhitzte Salzsäure erhöhte die gelösten Mengen, erreichte jedoch unter den untersuchten Bedingungen kein für eine praktische Rückgewinnung geeignetes Niveau.
Diese Beobachtungen verhindern derzeit eine direkte Umwandlung dieser Rückstände in eine neue industrielle Quelle. Die gemessenen Gehalte bleiben für die Dokumentation europäischer Sekundärressourcen interessant. Allerdings erschweren die geringe Konzentration und die enge Verbindung mit anderen Mineralien die Aufbereitung und könnten den Verbrauch an Chemikalien erhöhen.
Die Studie befasst sich mit vier bestimmten Materialien und mit Laborversuchen. Sie erlaubt es daher nicht, andere günstigere Kohleabfälle auszuschließen. Künftige Arbeiten müssen andere Standorte ins Visier nehmen oder selektivere Verfahren entwickeln.