🥕 Beeinflussen unsere Gene unsere Ernährungsvorlieben?

Selbst auf unserem Teller scheinen unsere Gene ein Wörtchen mitzureden.

Manche Menschen essen jeden Tag Obst und Gemüse, andere deutlich weniger. Der Preis, familiäre Gewohnheiten oder persönliche Vorlieben erklären einen Teil dieser Unterschiede. Aber spielt auch unsere DNA eine Rolle? Um das herauszufinden, haben sich Forschende mit Tausenden Zwillingen beschäftigt.

Jep Gambardella · Pexels

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An der Studie nahmen 5.789 Menschen im Alter von 45 bis 90 Jahren aus vier Ländern teil: den Vereinigten Staaten, Australien, Dänemark und Schweden. Die Forschenden verglichen ihre Ernährungsgewohnheiten. Der Vorteil von Zwillingen ist einfach: Eineiige Zwillinge teilen fast alle ihre Gene, während zweieiige nur etwa die Hälfte gemeinsam haben, wie gewöhnliche Geschwister.

Eineiige und zweieiige Zwillinge teilten ganz selbstverständlich dieselbe familiäre Umgebung und bekamen im gleichen Alter dieselben Lebensmittel angeboten.

Wenn eineiige Zwillinge häufiger dieselben Lebensmittel essen als zweieiige, kann das auf einen genetischen Einfluss hindeuten. Mithilfe dieses Vergleichs schätzten die Forschenden, dass Gene etwa 25 % der Unterschiede beim Obstkonsum und 17 % der Unterschiede beim Gemüsekonsum erklärten.

Die Genetik ist also zwar messbar, entscheidet aber nicht allein über den Inhalt unseres Tellers.

Warum könnten unsere Gene einen Einfluss haben? Sie können unter anderem unsere Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Geschmäckern verändern, etwa gegenüber der Bitterkeit vieler Gemüsesorten. Diese Studie suchte jedoch nicht nach bestimmten Genen und zeigt nicht unmittelbar, warum eine Person ein bestimmtes Lebensmittel bevorzugt. Nun gilt es zu verstehen, welche Gene tatsächlich eine Rolle spielen.