Die kanadischen WaldbrÀnde von 2023 haben offenbar die Photovoltaikproduktion in Nordamerika und Europa reduziert.
Diese SchĂ€tzung deckt fĂŒnf Monate ab, von Mai bis September. Sie zeigt, wie eine Katastrophe Stromnetze stören kann, die mehrere tausend Kilometer entfernt liegen.

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Diese BrĂ€nde setzten immense Mengen an Aerosolen frei, feine Partikel, die in der AtmosphĂ€re transportiert werden. Ihre Rauchfahnen durchzogen einen groĂen Teil der Nordhalbkugel. Indem diese Partikel das Sonnenlicht absorbieren und streuen, verringern sie die Strahlung, die den Photovoltaikmodulen zur VerfĂŒgung steht.
Das Team nutzte ein aktuelles Modell des Erdsystems, um die Strahlungs- und WĂ€rmeeffekte der Rauchfahnen zu rekonstruieren. AnschlieĂend ĂŒbersetzte es diese atmosphĂ€rischen Schwankungen in potenzielle Stromerzeugung. Das Ergebnis bezieht sich also auf eine modellierte Erzeugung und nicht auf die direkte Summe der ZĂ€hler jeder Anlage.
Das zentrale Defizit erreicht zwischen Mai und September 2023 6,38 Terawattstunden. Diese Menge entspricht 2,8 % der fĂŒr beide Regionen berechneten Photovoltaikproduktion. Die modellierten Verluste sind in Nordamerika gröĂer, da diese Region nĂ€her an den BrĂ€nden liegt.
Die Studie beziffert den wirtschaftlichen Verlust ebenfalls auf 1,88 Milliarden Dollar. Trotz eines höheren Energiedefizits in Nordamerika erweist sich der berechnete Kostenwert in Europa als höher. Die regionalen Unterschiede auf dem Strommarkt erklÀren diesen Kontrast.
Die fehlende Solarproduktion wird auĂerdem mit einer geschĂ€tzten Menge von 2,083 Megatonnen Kohlendioxid in Verbindung gebracht. Diese SchĂ€tzung ist vor allem auf die anderen Stromquellen zurĂŒckzufĂŒhren, die eingesetzt werden, wenn die Photovoltaik weniger produziert.
Diese Ergebnisse beziffern nicht die genauen Verluste, die einzelne LĂ€nder oder Betreiber erlitten haben. Sie zeigen vielmehr ein transkontinentales Risiko auf, das in Energieprognosen bislang kaum berĂŒcksichtigt wird.